Folgen des Klimawandels - Wasser für Afrika

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Wasser für Afrika
Folgen des Klimawandels
DÜRREN

Durch die Folgen des Klimawandels nehmen vor allem nationale Verteilungskämpfe um die Ressource Wasser in Afrika zu. Ethnische Konflikte wie z.B. im Sudan, sind häufig eine Folge von Wasser- und Ernährungsmangel. Im Sudan hat sich die Wüste in den letzten vierzig Jahren um hundert Kilometer weiter in Richtung Süden ausgebreitet. Das liegt daran, dass zum einen die Regenfälle immer weiter zurückgehen und zum anderen die Überweidung von Grasflächen, das Abholzen von Wäldern und die dann einsetzende Bodenerosion das Land unfruchtbar gemacht haben. Vierzig Prozent des Waldes sind seit der Unabhängigkeit des Landes verloren gegangen. Für manche Regionen prognostiziert das Umweltprogramm der Vereinten Nationen einen Totalverlust des Waldes innerhalb der nächsten zehn Jahre.
Der Sudan ist der erste Fall, für den ein direkter Zusammenhang zwischen Klimawandel und Kriegsgewalt als sicher gilt. Bislang nahm man an, dass die Gewaltfolgen von Klimaveränderungen eher indirekt sind, aber dort, wo das Überleben ohnehin schon gefährdet ist, führen selbst geringfügige Verschlechterungen zu Gewalt. Und im Sudan sind sie nicht geringfügig.... In einer Gesellschaft, in der 70 Prozent der Bevölkerung auf dem Land und vom Land leben, gibt es ein Problem, wenn Weideflächen und fruchtbare Böden verschwinden. Nomadische Viehzüchter brauchen Weiden, auf denen ihre Tiere grasen können, so wie Kleinbauern Land brauchen, um Getreide und Früchte für ihr Überleben und das ihrer Familien anbauen zu können. Wenn die Wüste sich ausbreitet, beanspruchen die Viehzüchter das Land der Bauern, und umgekehrt.
In der Region um den Tschadsee geschieht eine der größten Binnenwanderungen auf dem afrikanischen Kontinent aufgrund der zunehmenden Austrocknung des Sees (Tschad, Zentralafrikanische, Republik, Kamerun, Nigeria, Niger und Libyen).
Häufige Dürren treffen nicht nur die Landwirtschaft und die Brauchwasserversorgung der Städte, sondern haben auch schwerwiegende Auswirkungen auf die Stromerzeugung vor allem in Ostafrika. Dürrebedingte Verluste in der Stromerzeugung durch große Wasserkraftwerke sind inzwischen fast zu einer Dauererscheinung geworden. Diese durch den Klimawandel bedingte Energiekrise hat weitreichende Folgen – für die Energieerzeugung selbst und für die Wirtschaft der Region insgesamt. Durch Absenkung des Wasserpegels im Victoria-See gab es in Kenia, Tansania, Ruanda, Uganda und Äthiopien in den letzten Jahren dürrebedingte Krisen in der Stromversorgung. In Tansania kam es 2006 zu umfangreichen Stromrationierungen, die den industriellen und kommerziellen Sektor sehr negativ beeinflussten.


ÜBERSCHWEMMUNGEN

Auf der anderen Seite leidet Afrika unter den Folgen von Wetterextremen und Überschwemmungen durch die Klimaerwärmung. Mosambik ist 2000, 2001 und 2003 von Stürmen und Überflutungen heimgesucht worden, die hunderte Menschenleben kosteten und Zehntausende obdachlos machten. Rund 1,5 Millionen Menschen waren 2003 zudem von Hunger durch die schwere Dürre im südlichen Afrika bedroht. In der Republik Südafrika ist seit mehreren Jahren ein Trend zu Wetterextremen erkennbar. Die periodischen Niederschläge kommen zu spät. Dürre vernichtet die Ernten. Kommt der Regen endlich, dann mit verheerender Gewalt. Hunger und Krankheiten sind die Folge. Regen ist vom Segen zum Fluch geworden.


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